Pierre Boulez - Boulez conducts Debussy & Ravel
Katalognummer: 4790333
VÖ-Datum: 13.04.2012
Konfiguration: CD
Label: Deutsche Grammophon
PIERRE BOULEZ
Pierre Boulez wurde 1925 in Montbrison (Frankreich) geboren. Er studierte Mathematik, dann Musik, unter anderem bei Olivier Messiaen und René Leibowitz. 1954 gründete er mit Unterstützung von Jean-Louis Barrault die Konzertreihe +domaine musical*, deren Organisator er bis 1967 blieb.
Als Komponist, Dirigent und Lehrer hat Pierre Boulez in entscheidender Weise zur Weiterentwicklung des kompositorischen Denkens des 20. Jahrhunderts beigetragen und Generationen von Nachwuchskünstlern mit seiner wegweisenden Arbeit geprägt. 1958 begann seine Dirigenten-Karriere als ständiger Gast des Südwestfunk-Orchesters. Von 1960 bis 1962 lehrte er an der Musikakademie der Stadt Basel Komposition. Er war Principal Guest Conductor des Cleveland Orchestra (1967-72) sowie Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra (1971-75) und der New Yorker Philharmoniker (1971-77). Ab 1977 widmete Pierre Boulez sich ausschließlich seiner Arbeit in dem von der französischen Regierung bereitgestellten +Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique* (IRCAM). 1992 trat er von der Leitung des IRCAM zurück, blieb aber weiterhin Präsident des von ihm gegründeten Ensemble InterContemporain, das einen hervorragenden Ruf als eines der besten Orchester für zeitgenössische Musik genießt. 1995 wurde er zum Principal Guest Conductor des Chicago Symphony Orchestra ernannt.
Pierre Boulez hat mit seinem Ensemble InterContemporain ausgedehnte Tourneen durch Europa, Australien und die USA unternommen. In Kanada konzertierte er 1991 - erstmals nach fast zwanzig Jahren - und war Guest Artistic Director des Scotia Festivals. 1992 dirigierte Pierre Boulez Peter Steins Neuinszenierung von Debussys Pelléas et Mélisande auf einer Europa-Tournee, die in Cardiff begann - ein Opernereignis, das bei der INTERNATIONAL CLASSICAL MUSIC AWARDS-Verleihung 1993 als +Opernproduktion des Jahres 1992* aus gezeichnet wurde (Video-Aufnahme DEUTSCHE GRAMMOPHON). Seit vielen Jahren ist Pierre Boulez
1/1999
immer wieder zu Gast bei den Salzburger Festspielen als Komponist mit eigenen Werken ebenso wie als Dirigent und Interpret vor allem der Musik des 20. Jahrhunderts. 1995 dirigierte Boulez Schönbergs Moses und Aron in einer Inszenierung von Peter Stein an der Nederlandse Opera in Amsterdam und leitete die Premiere dieser Oper bei den Salzburger Festspielen 1996. Im Juli 1998 dirigierte Boulez im Rahmen der Feierlichkeiten für das 50jährige Bestehen des Festival Aix-en-Provence Bartóks Herzog Blaubarts Burg. Auf seinem ausgefüllten Terminkalender für 1999 stehen unter anderem Konzerte bei den Salzburger Festspielen und eine Tournee mit den Wiener Philharmonikern.
Im März 1993 stand er erstmals nach nahezu drei Jahrzehnten wieder am Pult der Berliner Philharmoniker und trat mit ihnen auch bei den Berliner Festwochen 1994 auf. Pierre Boulez ist Mitbegründer des Pariser Musikzentrums +cité de la musique*, das er 1995 mit einem Konzert mit Werken von Mahler, Rameau und Strawinsky eröffnete. Anläßlich seines 70. Geburtstages (26. März 1995) unternahm Pierre Boulez eine weltweite Tournee mit dem London Symphony Orchestra und einer internationalen Starbesetzung (u.a. Maurizio Pollini, Jessye Norman, Gidon Kremer, Anne-Sophie Mutter und Mstislav Rostropovich). Das Boulez-Festival, das im Mai/Juni 1995 in Tokyo stattfand, war mit Auftritten von vier Orchestern (Ensemble InterContemporain, Chicago Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, NHK-Orchester) Höhepunkt der Feierlichkeiten und gleichzeitig Boulez= erster Japan-Besuch nach zwanzig Jahren.
Bereits in den 70er Jahren gingen aus seiner Zusammenarbeit mit der DEUTSCHEN GRAMMOPHON GESELLSCHAFT preisgekrönte Aufnahmen wie die Bayreuth-Produktion des Parsifal und Bergs Lulu hervor. Seitdem hat Pierre Boulez exklusiv für DEUTSCHE GRAMMOPHON mit einigen der weltbesten Orchester eine Art Überblick über die wichtigsten Werke der Moderne bis hin zur absoluten Avantgarde vorgelegt. Seine umfangreiche Diskografie umfaßt eine Vielzahl preisgekrönter Aufnahmen wie seine Bartók-Reihe mit dem Chicago Symphony Orchestra, darunter The Wooden Prince, Cantata Profana, das Konzert für Orchester und Herzog Blaubarts Burg. Darüber hinaus hat er Werke von Ligeti, Webern, Birtwistle und eigene Kompositionen mit dem Ensemble InterContemporain eingespielt sowie Berlioz= Symphonie fantastique und Werke von Debussy mit dem Cleveland Orchestra. Mit den Berliner Philharmonikern widmete er sich Werken von Ravel und Webern. Zu seinen wichtigsten Einspielungen zählen auch die Symphonien von Mahler, die er mit den Wiener Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra aufgenommen hat; als jüngste Veröffentlichung erscheint im Januar 1999 seine Einspielung mit Mahlers Erster Symphonie mit dem Chicago Symphony Orchestra. Mit diesem Orchester sind 1999 zwei weitere Veröffentlichungen geplant: Bartóks Zweites Violinkonzert und die Rhapsodien Nr. 1 und 2 (Solist: Gil Shaham) und Werke von Skrjabin (mit Anatol Ugorski).
Für seinen Einsatz für die Musik des 20. Jahrhunderts wurde Pierre Boulez 1995 mit dem PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK ausgezeichnet, von der englischen Musikzeitschrift GRAMOPHONE zum +Künstler des Jahres* ernannt und erhielt anläßlich seines 70. Geburtstages eine besondere Ehrung bei den VICTOIRES DE LA MUSIQUE in Frankreich. 1996 wurde ihm der BERLINER KUNSTPREIS verliehen, und die Königlich Schwedische Musikakademie zeichnete ihn mit dem POLAR MUSIC PRIZE als große kulturelle Persönlichkeit aus.















