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03.10.2011 "Violin in Motion" Lidia Baich & Matthias Fletzberger



Nikolai Rimsky-Korsakov komponierte seine Tondichtung „Sheherezade“ im Sommer 1888 und plante ursprünglich die Satzbezeichnungen Prelude, Ballade, Adagio und Finale. Auf Rat seiner Freunde entschloss er sich, den Sätzen konkretere Titel zu geben: „Was ich vor allem wünschte war, dass der Hörer … den Eindruck mitnehmen sollte, dass es ohne jeden Zweifel eine orientalische Erzählung von zahlreichen und vielfältigen Märchen ist, und nicht nur vier Stücke, die nacheinander und basierend auf gemeinsamen Themen gespielt werden.“ In der Einleitung werden der grausamen König Schahriyâr und seine Gattin Sheherezade musikalisch vorgestellt: Er mit einigen wuchtigen, absteigenden Oktaven, sie mit einer blumigverspielten Violinkadenz. Die beiden Grundmotive ziehen sich in abgewandelter Form wie ein roter Faden durch das gesamte Werk.

Die Geschichte von Sindbad und seinen zahllosen Reisen über das Meer ist mit ihren vielfältigen Verwicklungen eine der zentralen Erzählungen in 1001 Nacht. Als Kalender werden umherziehende Bettler bezeichnet, die durch die abenteuerlichsten Geschichten glaubhaft versichern können, dass sie eigentlich von königlicher Herkunft sind und nur durch grausame Schicksalsschläge entstellt und mittellos wurden. Fast jede Geschichte erzählt von einer großen romantischen Liebe und von jungen Prinzen und Prinzessinnen – auch die farbenprächtigen Feste in Bagdad werden immer wieder mit unzähligen Details geschildert. Seestürme sind ebenfalls ein gern genutztes Thema, um menschlichen Schicksalen und Geschichten unerwartete Wendungen zu geben – ein magnetischer Berg mit einer bronzenen Reiterstatue darauf stehend, der Nägel aus dem Holz zieht und dadurch Schiffe zum Untergang bringt, wird auch in etlichen Geschichten als Erklärung für einen Schiffbruch verwendet. Das Ende des Werkes führt schließlich die Themen Schahriyârs und Sheherezades versöhnt zusammen. Die Kompositionen von Modest Mussorgsky wurden meist nicht in ihrer Originalfassung bekannt – ursprünglich als Werk für Klavier und Orchester geplant wurde die „Nacht auf dem kahlen Berge“ zunächst in einer Fassung von N. Rimsky-Korsakow bekannt. Mussorgsky selbst war aber auch mit der ersten Fassung von 1868 nicht zufrieden, und so arbeitete er seine Schilderung des wilden Tanzes von Hexen in der Johannesnacht auf dem Berg Triglav mehrfach um. In der letzten Fassung von 1880 dient das Werk dann als für Chor und Orchester umgearbeitetes Intermezzo in der Oper „Der Jahrmarkt von Sorochyntsi“. Im Auftrag des St. Petersburger Kirov-Ballettes vollendete Sergej Prokofiev sein erstes abendfüllendes Ballett „Romeo und Julia“ im Jahr 1935 – ursprünglich war sogar ein „Happy End“ geplant. Aus Sorge vor politischer Kritik an „degeneriertem Modernismus“ kam die Uraufführung erst im Jahr 1938 in Prag zustande. Die charakteristische musikalische Schilderung der Hauptpersonen Romeo, Julia, Mercutio und Tybalt fand auch Eingang in die beiden Orcherstersuiten, ebenso wie die plastische und virtuose Darstellung der Kampfszenen. Spartacus wurde in der Sowjetunion der 1950er nach einem Zitat von Karl Marx als „der wahre Repräsentat des Proletariats in der Antike“ betrachtet – so war es schlüssig, dass er zur Titelfigur eines Ballettauftrages an den georgisch-russischen Komponisten Aram Khatchaturian wurde. Populär wurde das Werk allerdings trotz großen Erfolges bei der Uraufführung 1957 erst durch die Verwendung des Adagios als Titelmelodie für die Fernsehserie „Onedin-Line“ in den 1970er Jahren. Der große Einfluss von georgischer und armenischer Volksmusik verleiht der Musik einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Franz Liszt komponierte seine Ungarische Rhapsodie No. 2 im Jahr 1847 und widmete sie dem ungarischen Dichter und Revolutionsführer László Teleki. Zunächst für Klavier solo komponiert arrangierte Liszt selbst das Werk für zwei Klavier sowie für Orchester. Einer seiner engsten Freunde in Ungarn war der Violinvirtuose Eduard Reményi, mit dem er diese auch wiederholt gemeinsam aufführte.

 

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