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09.09.2010 Benyamin Nuss plays Nobuo Uematsu



Was die Generation "PlayStation" schon immer wusste, lernt jetzt die Klassikwelt: Die spannendste neue Musik kommt aus der Konsole.
Benyamin Nuss - ein junger deutscher preisgekrönter Pianist hat sich in den letzten Jahren mit den Helden seiner Kindheit beschäftigt, er hat Liszt, Bach und Chopin studiert, Jugend Musiziert gewonnen, daneben noch zahlreiche Stipendien erhalten und vor zwei Jahren sein Klavierstudium in Köln begonnen.
 
 


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27.08.2010 Rolando Villazón - Mexico



¡México!, das erste Album mit Liedern aus seiner Heimat, zeigt eine neue Facette des Künstlers Rolando Villazón. International bekannte und beliebte Stücke wie Bésame mucho, Cucurrucucú paloma, Noche de ronda, Solamente una vez sowie ein Medley von Cielito lindo und México lindo y querido werden hier neu arrangiert vorgestellt. Der Pianist, Komponist, Arrangeur und Produzent Gonzalo Grau, ein großer Künstler, der mit seiner Arbeit Klassik und Popmusik verbindet, hat das Album produziert. Die neuen Arrangements der Lieder für Kammerensemble stammen aus der Feder von Efraín Oscher, Gonzalo Grau und dem Komponisten Daniel Catán, der mit Comprendo, nach einem Text des mexikanischen Dichters Manuel Acuña, auch ein eigenes neues Lied beigesteuert hat. Der Flötist Efraín Oscher ist Gründer und Leiter der Bolívar Soloists, die Rolando Villazón bei diesem Projekt begleiten.

Diese Hommage an Mexiko macht nicht nur den Reichtum seiner Traditionen und die Größe seiner Komponisten deutlich. Das Album erscheint zudem in dem Jahr, in dem das Land die 200jährige Unabhängigkeit und den 100. Jahrestag der mexikanischen Revolution feiert. Im Juni 2010 stellt Rolando Villazón seine neue Aufnahme gemeinsam mit den Bolívar Soloists mit Konzerten in Mexico City, Guadalajara und Acapulco vor. Im November und Dezember präsen­tieren sie das Programm auf einer ausgedehnten Europatournee, die sie nach Berlin, Paris, München, Wien, Mannheim, Hannover, Baden-Baden, Frankfurt und London führt.

Rolando Villazón über sein neues Album:

»Diese wundervollen mexikanischen Lieder aufzunehmen, war mir ein ganz besonderes Anlie­gen. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass der künstlerische Wert dieser Musik weit über reine Unterhaltung hinausgeht.

Wir Mexikaner – und Lateinamerikaner generell – drücken uns am liebsten in Musik aus, singen ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ich denke manchmal, dass wir unsere Gefühle wohl am besten mitteilen können, wenn wir von ihnen singen. Wenn ein Mexikaner glücklich ist, dann singt er vor Freude, leidet er, fließen die Tränen mit Musik freier. Und wenn ein Mexikaner sich verliebt, dann zieht er gern mit einer Mariachi-Kapelle zum Haus seiner Liebsten und erklärt ihr seine Liebe mit einem Ständchen. Ich selbst habe eine ganze Reihe dieser Lieder für meine Frau gesungen.

Die Texte sind in meiner Muttersprache und – was vielleicht noch wichtiger ist – sie sprechen die Sprache meiner Gefühle. Man kann diese Lieder insofern ›klassisch‹ nennen, als jedes von ihnen für einen ganz bestimmten Moment in der Geschichte mexikanischer Kultur steht. Schon deshalb verdienen sie es, auch von klassischen Musikern gespielt zu werden.

Durch die Zusammenarbeit mit den Bolívar Soloists ließ sich das Projekt so realisieren, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wollte keine mexikanische Musik im Hollywood-Stil mit Arrangements für großes Orchester. Ich wünschte mir vielmehr ein Kammerorchester, das die intime Stimmung dieser Musik einfängt und gleichzeitig das Feuer entfacht, das in ihr steckt.

Efraín Oscher hat mich dabei sehr unterstützt, ebenso Gonzalo Grau. Sie haben mit ihren Arrangements genau den Ton getroffen, nach dem ich gesucht hatte. Und sie waren unverzicht­bar für die Koordination des Projektes und dieses Ensembles von Ausnahmemusikern. Ich freue mich sehr, dass wir auch ein neues Lied von Daniel Catán aufnehmen konnten, einem der derzeit erfolgreichsten Komponisten mexikanischer klassischer Musik.

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20.08.2010 Elina Garanca mit neuen Album Habanera



Auf dem neuen Album von Elina Garanca "Habanera" dreht sich alles um die Themen "Spanien, Zigeuner und Carmen" in der vielfältigen Weltsprache Musik. Angefangen bei Bizets erster Fassung der berühmten "Habanera" durchmisst Garanca ein musikalisches Spektrum, das von Lehárs Operette "Zigeunerliebe", über Ravels populärer "Vocalise en forme de Habanera" und Barbieris Zarzuela bis hin zu Leonard Bernsteins "Candide" sowie Liedern von de Falla und anderen spanischen Komponisten.einen der Gründe für ihre intensive Beziehung zum spanischen Kolorit erklärt die Mezzosopranistin so: "Mein Mann kommt aus Gibraltar, er ist also in unmittelbarer Nähe zu Spanien aufgewachsen. Er hat mir diese Gattung nahe gebracht und mir einige bekannte Stücke daraus gezeigt."

 

 


 
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11.08.2010 Daniel Kehlmann: Der fernste Ort



Was ist Realität und was Fiktion? Die Grenzen verschwimmen in Daniel Kehlmanns Der fernste Ort. Nur eines steht fest: Auf Hoffnung allein darf niemand setzen. Kehlmann schickt seinen Protagonisten auf eine Reise, auf der es am Ende keine zweiten Chancen gibt.
Das frühe Meisterwerk von Bestsellerautor Daniel Kehlmann

Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seinem Leben unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Dass man ihn für tot halten muss, scheint ihm die ultimative Chance zu sein, aus seinem bisherigen Leben zu fliehen. Noch einmal lässt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden.

Gelesen von Matthias Brandt (Deutscher Hörbuchpreis 2010)

10.08.2010 SPIEGEL Bestseller jetzt als Hörbuch: Unter Linken



Jan Fleischhauer, der SPIEGEL-Redakteur begibt sich in Unter Linken auf einen Streifzug durch das Imperium der Genossen. Vom Autor selbst gesprochen, ist sein Werk zugleich Analyse, Polemik und persönlicher Erfahrungsbericht. Auch die SPIEGEL TV-Sondersendung „Unter Linken“ am 12.09. steht ganz im Zeichen der Erforschung des Linken-Phänomens.

Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht rechtfertigen. Sie haben ihre Meinung flächendeckend durchgesetzt, nicht im Volk, aber in den tonangebenden Kreisen, also da, wo sie vorzugsweise zu Hause sind. Wer links ist, lebt im schönen Gefühl, immer Recht zu haben. In der Politik haben sich die Linken oft geirrt, aber irgendwie macht das nichts, immer werden ihnen die besten Motive zugebilligt. Warum eigentlich? Jan Fleischhauer hat einen Großteil seines Lebens unter Linken verbracht – vom Elternhaus über Schule und Universität bis zum Milieu der Journalisten, in dem er seit zwei Jahrzehnten arbeitet. Jetzt unterzieht er sie einer genauen Betrachtung, mit dem Abstand desjenigen, der irgendwann entdeckte, dass er nicht mehr dazugehört. Das Buch ist Analyse, Polemik und persönlicher Erfahrungsbericht. Ein Streifzug durch das Imperium der Linken.

09.07.2010 Sting: Syphonicities



Zu den beglückendesten Erfahrungen eines Singer/Songwriters gehörte es gelungen, neue Dimensionen aufschließende Coverversionen eigener Lieder zu hören. Manchmal aber mangelst es Interpreten an Imagination. Dann kann das Hören schon mal für den Schöpfer mit Pain verbunden sein. Sting , der als ehemaliger Wachstubenkommandant von The Police und erfolgreicher Solokünstler mehr als 100 Millionen Alben verkauft hat, nahm die Sache der Neuinterpretation nun erstmals albumfüllend selbst in die Hände. “Symphonicities” nennt sich das nun edierte Opus, wo Gordon Sumner – so heißt Sting mit bürgerlichem Namen – gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Concert Orchestra und dem New York Chamber Consort – alte Hits in völlig neuem, äußerst attraktivem Gewand präsentiert. Weitere Kollaborateure sind Langzeit-Sting-Sideman Dominic Miller an der Gitarre, David Cossin an Perkussionsinstrumeten, Rob Mathes am Piano und Ira Coleman am Baß. In Wien wird Sting “Symphonicities” am 5. November im vollen orchestralen Ornat in der Wiener Stadthalle präsentieren. Dirigieren wird Maestro Steven Mercurio.

Die zwölf ausgewählten Lieder, teilweise Police-Hits wie “Roxanne” und “Every Little Thing She Does Is Magic”, teilweise Solokarrierenerfolge wie “An Englishman In New York” wurde nicht bloß von Geigen verhüllt. Sting sang sie mit völlig neuem Feeling ein. Auch das Orchester verharrte nicht in bloß kommentierendem Schönklang. In widerborstigen Songs wie dem Albumopener “Next To You” geben sich auch die Klassikaner ganz schön wild. Schwungvoll errichteten Sting & The Royal Philharmonic Concert Orchestra eindrucksvolle Klangkaskaden, die zu keiner Sekunde bloß Ornament sind oder die Songs in den Abgrund des Pathos führen.Überaus luftig durchdringen klassische und poppige Elemente einander. Die Geschmeidigkeit mit der dieses Orchester die Popästhetik aufnimmt und weiterentwickelt hat es sich in Zusammenarbeiten mit Größen wie Burt Bacharach, George Benson, Michel Legrand, Diana Krall, Tina Turner und Randy Newman erarbeitet. Sting selbst agiert mit Phantasie und Lockerheit, entlockt patinierten Liedern neue Aspekte. Besonders verführerisch geriet das sensuelle Treatment von “Roxanne”, Stings berühmter Rot-Licht-Milieu-Nummer. “Symphonicities” repräsentiert Sting auf der Höhe seiner verführerischen Sangeskunst. Das Album schmiegt sich locker auch in die letzten Winkel harter Herzen.


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