14.06.2011 Zwei Esel auf Sardinien
Das neue Abenteuer vom Bestseller-Duo
Speidel & Maccallini
Vom Drahtesel zum Esel! Nachdem
Jutta Speidel und
Bruno Maccallini in ihrem Bestseller "
Wir haben gar kein Auto." per Rad die Alpen überquert haben, satteln die beiden jetzt um: Auf zwei Eseln wollen sie zur Hochzeit eines Cousins in der sardischen Provinz. Ihre erste Erkenntnis: Wer mit störrischen Grautieren unterwegs ist, steht manchmal eine halbe Stunde in der Gegend herum . Ein neues, wunderbar komisches Abenteuer vom deutsch-italienischen Dreamteam!
Jutta Speidel ist eine der beliebtesten Schauspielerinnen im
deutschsprachigen Raum und Gründerin des Vereins HORIZONT e.V. für
obdachlose Kinder und deren Mütter. Sie wurde in München geboren und hat
zwei erwachsene Töchter. Ihr Lebensgefährte Bruno Maccallini stammt aus
Rom und ist in Italien ein erfolgreicher Schauspieler, Regisseur und
Produzent. In Deutschland wurde er als "Cappuccino-Mann" in
verschiedenen Werbekampagnen bekannt ("Isch abbe gar kein Auto,
Signorina!").
La famiglia è la famiglia, da kann man bekanntlich
nichts machen. Wenn die Familie also nach Sardinien ruft, dann muss man
dem Ruf folgen – streikende Ziegenbauern, holprige Fahrten in
Lieferwagen und ausweglose Gepäcksuche inklusive. Und mitten in diesem
Durcheinander sitzen Jutta Speidel und Bruno Maccallini. Aber der Reihe
nach: Eines Tages erhält Bruno einen Anruf seines Cousins Maurizio, der
ihn zum Trauzeugen erkoren hat und ihn nach Sardinien zur Hochzeit
einlädt. Ein halbes Jahr später sitzt Bruno im Flugzeug zur
italienischen Verwandtschaft. Er hat Glück, eine reisefreudige
Lebensgefährtin zu haben, die sogar mit einer sardischen Spezialität à
la Käse mit Würmern fertig wird. Bleibt die Frage, ob Jutta die Koffer
gepackt hätte, hätte sie gewusst, was sie erwartet? Wir sind froh, dass
sie nicht gekniffen hat, sonst wäre Zwei Esel auf Sardinien vom
deutsch-italienischen Dreamteam wohl nie entstanden. Nach dem Erfolg von
Wir haben gar kein Auto… – der abenteuerlichen Fahrradtour von München
nach Meran – tauschen die beiden nun Drahtesel gegen Esel. Ihre erste
Erkenntnis: Wer mit störrischen Grautieren unterwegs ist, steht manchmal
eine halbe Stunde in der Gegend rum. Schneller geht es natürlich mit
dem Auto, bequemer ist das nicht immer, wie Jutta erkennen muss:
Als
ob ich’s nicht fast geahnt hätte, öffnet Claudio nach einer Weile die
Klappe seines Anhängers. Er hievt seine Ziegen darauf, klettert
hinterher, nimmt eine Obstkiste, staubt sie kurz mit der Handfläche ab
und legt einen Kartoffelsack drüber. Dann reicht er mir seine schmutzige
Hand. Oben angekommen, bedeutet er mir, mich auf die von ihm so
liebevoll hergerichtete Sitzgelegenheit zu setzen. Jetzt ist das
cremefarbene Röckchen restlos hinüber! Mein Hut ist verrutscht! Der
Mantel klebt eklig und meine Absätze sind kotverschmiert. Ich könnte
heulen!!! Claudio hüpft vom Anhänger und schließt die Klappe hinter mir,
damit ich auch ja nicht fliehen kann! Dann geht er weg. So sitze ich
nun mutterseelenallein auf diesem Anhänger. Ich kann mich nicht
erinnern, jemals unfreiwillig in so eine Situation geraten zu sein. Wenn
es nicht zum Heulen wäre, so wär’s schon wieder komisch. Nach einer
Ewigkeit tauchen Bruno und Claudio auf. »Tutto bene, amore?«, ruft er
mir entgegen. »Molto bene!«, sage ich voller Sarkasmus. Zufrieden hüpft
er vorne ins Führerhäuschen. Ich bin sprachlos! Nicht mal gefragt hat er
mich, ob ich nicht lieber vorne sitzen will. So ein italienischer
Obermacho, das ist ja das Letzte!
Und was lernen wir daraus?
Ziegen sind nicht immer die besten Sitznachbarn und ein Kartoffelsack
kann kein Sofa ersetzen. Allerdings ist das nicht die einzige Lektion,
die Jutta auf dem Roadtrip lernen muss. Denn unterschiedliche
Wahrnehmungen und Erwartungshaltungen können sich so mancher Beziehung
in den Weg stellen. Als ob die Würmer im Käse nicht schon genug wären,
gibt es auch noch Turbulenzen zwischen den Reisenden. Das passiert schon
mal, wenn ein bayerischer Sturkopf auf italienisches Temperament
trifft. Doch keine Sorge, am Ende wird geheiratet, lecker gegessen und
es werden viele aufregende Geschichten gesammelt, die es nun zu erzählen
gilt. Das tun die beiden auf dem Hörbuch übrigens selbst. Für Frau
Speidel und Herrn Maccallini wird das sicher nicht die letzte Fahrt nach
Sardinien gewesen sein, trotz aller sardischer Eigenheiten. Was soll
man auch machen – Familie bleibt halt einfach Familie.
Gekürzte
Hörbuchfassung, 3 CDs
Autorenlesung