27.08.2010 Rolando Villazón - Mexico
¡México!, das erste Album mit Liedern aus seiner Heimat, zeigt eine neue Facette des Künstlers Rolando Villazón. International bekannte und beliebte Stücke wie Bésame mucho, Cucurrucucú paloma, Noche de ronda, Solamente una vez sowie ein Medley von Cielito lindo und México lindo y querido werden hier neu arrangiert vorgestellt. Der Pianist, Komponist, Arrangeur und Produzent Gonzalo Grau, ein großer Künstler, der mit seiner Arbeit Klassik und Popmusik verbindet, hat das Album produziert. Die neuen Arrangements der Lieder für Kammerensemble stammen aus der Feder von Efraín Oscher, Gonzalo Grau und dem Komponisten Daniel Catán, der mit Comprendo, nach einem Text des mexikanischen Dichters Manuel Acuña, auch ein eigenes neues Lied beigesteuert hat. Der Flötist Efraín Oscher ist Gründer und Leiter der Bolívar Soloists, die Rolando Villazón bei diesem Projekt begleiten.
Diese Hommage an Mexiko macht nicht nur den Reichtum seiner Traditionen und die Größe seiner Komponisten deutlich. Das Album erscheint zudem in dem Jahr, in dem das Land die 200jährige Unabhängigkeit und den 100. Jahrestag der mexikanischen Revolution feiert. Im Juni 2010 stellt Rolando Villazón seine neue Aufnahme gemeinsam mit den Bolívar Soloists mit Konzerten in Mexico City, Guadalajara und Acapulco vor. Im November und Dezember präsentieren sie das Programm auf einer ausgedehnten Europatournee, die sie nach Berlin, Paris, München, Wien, Mannheim, Hannover, Baden-Baden, Frankfurt und London führt.
Rolando Villazón über sein neues Album:
»Diese wundervollen mexikanischen Lieder aufzunehmen, war mir ein ganz besonderes Anliegen. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass der künstlerische Wert dieser Musik weit über reine Unterhaltung hinausgeht.
Wir Mexikaner – und Lateinamerikaner generell – drücken uns am liebsten in Musik aus, singen ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Ich denke manchmal, dass wir unsere Gefühle wohl am besten mitteilen können, wenn wir von ihnen singen. Wenn ein Mexikaner glücklich ist, dann singt er vor Freude, leidet er, fließen die Tränen mit Musik freier. Und wenn ein Mexikaner sich verliebt, dann zieht er gern mit einer Mariachi-Kapelle zum Haus seiner Liebsten und erklärt ihr seine Liebe mit einem Ständchen. Ich selbst habe eine ganze Reihe dieser Lieder für meine Frau gesungen.
Die Texte sind in meiner Muttersprache und – was vielleicht noch wichtiger ist – sie sprechen die Sprache meiner Gefühle. Man kann diese Lieder insofern ›klassisch‹ nennen, als jedes von ihnen für einen ganz bestimmten Moment in der Geschichte mexikanischer Kultur steht. Schon deshalb verdienen sie es, auch von klassischen Musikern gespielt zu werden.
Durch die Zusammenarbeit mit den Bolívar Soloists ließ sich das Projekt so realisieren, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wollte keine mexikanische Musik im Hollywood-Stil mit Arrangements für großes Orchester. Ich wünschte mir vielmehr ein Kammerorchester, das die intime Stimmung dieser Musik einfängt und gleichzeitig das Feuer entfacht, das in ihr steckt.
Efraín Oscher hat mich dabei sehr unterstützt, ebenso Gonzalo Grau. Sie haben mit ihren Arrangements genau den Ton getroffen, nach dem ich gesucht hatte. Und sie waren unverzichtbar für die Koordination des Projektes und dieses Ensembles von Ausnahmemusikern. Ich freue mich sehr, dass wir auch ein neues Lied von Daniel Catán aufnehmen konnten, einem der derzeit erfolgreichsten Komponisten mexikanischer klassischer Musik.
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