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20.08.2010 Isobel Campbel & Mark Lanegan: Hawk



Campbell, früher Belle & Sebastian, und Lanegan, früher Screaming Trees, sind alte Bekannte. Das dritte gemeinsame Album "Hawk" fundet nach der letzten Platte "Sunday At The Devil Dirt" aus dem Jahre 2008 genau auf dieser alten Freundschaft. Genau wie Freundschaften sich mit der Zeit festigen, verbessern und tiefer werden entwickeln sich auch die Alben von Isobel und Mark- man kann mit Fug und Recht behaupten das dieses Album ihr bisher bestes ist. Dicht, intensive und voller Leidenschaft.

09.07.2010 Sting: Syphonicities



Zu den beglückendesten Erfahrungen eines Singer/Songwriters gehörte es gelungen, neue Dimensionen aufschließende Coverversionen eigener Lieder zu hören. Manchmal aber mangelst es Interpreten an Imagination. Dann kann das Hören schon mal für den Schöpfer mit Pain verbunden sein. Sting , der als ehemaliger Wachstubenkommandant von The Police und erfolgreicher Solokünstler mehr als 100 Millionen Alben verkauft hat, nahm die Sache der Neuinterpretation nun erstmals albumfüllend selbst in die Hände. “Symphonicities” nennt sich das nun edierte Opus, wo Gordon Sumner – so heißt Sting mit bürgerlichem Namen – gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Concert Orchestra und dem New York Chamber Consort – alte Hits in völlig neuem, äußerst attraktivem Gewand präsentiert. Weitere Kollaborateure sind Langzeit-Sting-Sideman Dominic Miller an der Gitarre, David Cossin an Perkussionsinstrumeten, Rob Mathes am Piano und Ira Coleman am Baß. In Wien wird Sting “Symphonicities” am 5. November im vollen orchestralen Ornat in der Wiener Stadthalle präsentieren. Dirigieren wird Maestro Steven Mercurio.

Die zwölf ausgewählten Lieder, teilweise Police-Hits wie “Roxanne” und “Every Little Thing She Does Is Magic”, teilweise Solokarrierenerfolge wie “An Englishman In New York” wurde nicht bloß von Geigen verhüllt. Sting sang sie mit völlig neuem Feeling ein. Auch das Orchester verharrte nicht in bloß kommentierendem Schönklang. In widerborstigen Songs wie dem Albumopener “Next To You” geben sich auch die Klassikaner ganz schön wild. Schwungvoll errichteten Sting & The Royal Philharmonic Concert Orchestra eindrucksvolle Klangkaskaden, die zu keiner Sekunde bloß Ornament sind oder die Songs in den Abgrund des Pathos führen.Überaus luftig durchdringen klassische und poppige Elemente einander. Die Geschmeidigkeit mit der dieses Orchester die Popästhetik aufnimmt und weiterentwickelt hat es sich in Zusammenarbeiten mit Größen wie Burt Bacharach, George Benson, Michel Legrand, Diana Krall, Tina Turner und Randy Newman erarbeitet. Sting selbst agiert mit Phantasie und Lockerheit, entlockt patinierten Liedern neue Aspekte. Besonders verführerisch geriet das sensuelle Treatment von “Roxanne”, Stings berühmter Rot-Licht-Milieu-Nummer. “Symphonicities” repräsentiert Sting auf der Höhe seiner verführerischen Sangeskunst. Das Album schmiegt sich locker auch in die letzten Winkel harter Herzen.


09.07.2010 Elton John neues Album THE UNION mit Leon Russell



Mit seinem neuen Album “The Union” meldet sich der legendäre Sir Elton John im Oktober bei seinen Fans zurück und hat gemeinsam mit dem Star-Pianisten und Songschreiber Leon Russell ein leidenschaftliches Album kreiert. Zusammen mit hochkarätigen Gästen wie Neil Young, Paul McCartney, Grace Jones, Brian Wilson und dem Produzenten T-Bone Burnett (u.a. Robert Plant & Alisson Strauss) feiern Elton John und Leon Russell auf „The Union“ die Spielarten des Rock’n’ Roll.

Der kreative Prozess dauerte ganze zwei Jahre, die Sir Elton John und die Südstaatenlegende Leon Russell im Studio verbrachten, um „ The Union“aufzunehmen. Es war die Idee von Elton John, sein großes Vorbild Leon Russell für ein gemeinsames Album an seine Seite zu holen. Russell hat u.a. bei etlichen Phil Spector-Produktionen, Songs der Beach Boys oder Alben aus dem Hause Stax mitgewirkt und zudem zeitlose Hits wie „Masquerade“ oder „Song For You“ geschaffen. „Auch wenn es damals diverse grandiose Keyboarder gab, war Leon stets derjenige, der mich am meisten beeindruckt hat. Für mich ist er ganz klar ein Ausnahmemusiker“, erklärt Elton John.

Während der Sessions gesellten sich diverse hochkarätige Musiker, Songschreiber und Produzenten zu ihnen: Neil Young, Brian Wilson, Jim Keltner, Booker T. und Tata Vega schauten allesamt im Studio vorbei, womit sie sich nicht nur vor Elton, sondern auch vor Leon Russell verneigten: „Alle großen Musiker, die noch am Leben sind, vergöttern Leon regelrecht. Leute wie Grace Jones, Paul McCartney und Stevie Nicks schauten ebenfalls im Studio vorbei, und zwar nur, weil sie ihm einen Besuch abstatten wollten. Ich kann mich noch daran erinnern, wie Grace Jones schließlich eine halbe Stunde lang auf Leons Schoß saß.
The Union“ wurde komplett live eingespielt und von Oscar-Gewinner T-Bone Burnett produziert, der u.a. den Grammy für seine Arbeit an Raising Sand von Robert Plant und Alison Krauss erhalten hat. „The Union“ mit für Elton John untypischem Sound, es ist ein Album voller Leidenschaft und Verehrung für seine Vorbilder und der Rückbesinnung zu seinen eigenen Wurzeln. „Ich musste erst einen Schritt zurückgehen, um vorwärts zu kommen und den Tracks dieses Live-Feeling verpassen zu können. Ich dachte mir also, wenn ich eine neue Platte mache, dann will ich mich eher an Modern Times von Bob Dylan orientieren“, so Elton weiterhin. „Sie sollte zeitgenössisch und zugleich alt und einfach nur klassisch klingen – ein Rezept übrigens, das mir Neil Young schon seit Ewigkeiten ans Herz gelegt hat.

The Union“ erscheint Ende Oktober 2010. Nach der Veröffentlichung im Herbst ist auch eine gemeinsame Welttournee in Planung für 2011. Zwei Legenden vereint, wie man sie noch nie gehört hat!

 
Songs for Japan 468

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25.06.2010 OhMiBod - Das neue Spielzeug für den iPod



OhMiBod Freestyle - denn Musik hören war gestern

Musik nicht nur hören, sondern spüren: OhMiBod macht’s möglich. Der Beat der Musik wird vom MP3-Player auf das kabellose Gerät übertragen – und mit ihm eine sinnliche Erfahrung, die nur Ihnen gehört. Hier den Ohmibod TV Spot ansehen.

Stecken Sie den kleinen Transmitter einfach an ihren iPod – oder natürlich auch an jeden anderen handelsüblichen MP3- Player – und schon geben Ihre liebsten Songs den Takt an…

Plug ´n Play bekommt so eine ganz neue Bedeutung. Der Rhythmus der Musik wir über Funk kabellos an den Vibrator übertragen. Wie alle anderen Vibratoren verfügt auch der OhMiBod-Freestyle über aufregende manuelle Programme, sieben unterschiedliche Modi stehen zur Auswahl.

Voll geladen vibriert er bis zu 5 Stunden, die Ladezeit beträgt ca. zwei Stunden.

Hier den ATV Beitrag ansehen.
Hier zur Ohmibod Webseite www.ohmibod.at


23.06.2010 Dave Holland & Pepe Habichuela: Hands



Bei einem Festival in Andalusien trafen sie sich 2007 zum ersten Mal, der britische Jazzbassist Dave Holland, einst in den Bands von Miles Davis (“Bitches Brew”), Chick Corea und Anthony Braxton tätig, seit vielen Jahren als Solokünstler überaus erfolgreich und der spanische Flamencogitarrist Pepe Habichuela, der bereits eine aufregende Zusammenarbeit mit Jazzer Don Cherry für sich verbuchen kann.


Nach ersten Konzerten wurde aus dem anfänglichen Flirt Hollands eine heiße Liebe zum Flamenco. In der Folge verbrachte die beiden Musiker samt ihren Ehefrauen viel Zeit miteinander. Holland studierte die Historie des Genres, staunte über seine Einbettung ins Alltagsleben Spaniens. 2009 war es dann endlich soweit, dass die Terminkalender aufeinander abgestimmt und ein Albumprojekt avisiert werden konnte. Holland begeistert: “Dieses Projekt wuchs wie ein Baum. Es brauchte Zeit und viel Liebe, um es zum blühen zu bringen.” Der erfahrene Jazzmusiker wagte sich auf neues Territorium, lernte neue Rhythmen und Formen. Erstaunlich mit welcher Subtilität Holland auf den zehn Stücken (zwei davon aus der Feder Hollands) zugange ist. Pepe Habichuela, Sproß des Habichuela-Clans in der fünften Generation, geht meisterlich an die Saiten. Der Dialog mit dem sensitiven Holland führt aber auch diesen Veteranen des Flamenco weg von den sicheren Routen. Habichuela beglückt: “Ich kann jetzt sagen, wir sind beide Gypsies, oder noch besser er ist ein Gypsy und ich beinah sowas wie ein Engländer.”

 

Unterstützt wurden die beiden beseelten Virtuosen von Josemi Carmona, dem gitarrespielenden Sohn Pepe Habichuelas sowie ein paar anderen Mitgliedern seines musikalischen Clans. Der Gitarrist Juan Martin hat den Flameco einmal mit der spanischen Gesellschaft verglichen. Sein Diktum “Nach außen traditionell, nach innen unglaublich anarchisch.” ist auch auf die beiden Protagonisten dieses wunderbar stimmigen Albums anzuwenden.



21.06.2010 Nnenna Feelon: Homefree



Kaum zu glauben, dass ein so großartige Sängerin wie Nnenna Freelon nicht immer schon am Pfad der Musik wandelte. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst in der Verwaltung eines Krankenhauses und zog drei Kids auf. Soferne Zeit war, trat sie in lokalen Klubs in der Gegend von Durham (North Carolina) auf. Ellis Marsalis entdeckte sie bei einem Gastspiel in Atlanta und brachte die hoch Talentierte auf den Weg. Die 1954 geborene Vokalistin, die einige Zeit beim großartigen Yusef Lateef lernte, brachte erst 1992 ihr Debütalbum auf den Markt. Zunächst publizierte sie beim Major CBS. Weil sie aber Produzent Dr. George Butler künstlerisch zu sehr einengte, entschied sich die resolute Künstlerin in Hinkunft bei Concord zu verlegen. Seit ihrem Labelwechsel 1995 brachte Nnenna Freelon sechs superbe Alben auf den Markt.


Nun präsentierte sie mit “Homefree” ihren siebenten Streich, wo sie Jazzstandards wie “The Lamp Is Low” und “The Very Thought Of You” unaufgeregt aber sehr beseelt zu neuem Leben erweckt. Besonders eindringlich gerieten ihre Adaption von Charlie Chaplins “Smile” und Hoagy Carmichaels “Skylark”. Für das gospelige “Lift Every Voice And Sing” engagierte sie Sohn Pierce als Rapper und selbst der Amerikahymne “America The Beautiful” vermag sie neue Akzente zu entlocken. Und dem Cole-Porter-Klassiker “Get Out Of Town” verlieh Freelon gar einen überraschenden Reggae-Touch. Ein besonderes Zuckerl aber ist der von Nnenna Freelon selbst komponierte “Cell Phone Blues”, der heutige Scheinkommunikation auf die Schippe nimmt.

 

Aufgenommen wurden die elf wunderbar entspannten Tracks in den Sound Pure Studios in Durham, jener Stadt, die seit 28 Jahren das Lebenszentrum Nnenna Freelons ist. Dass sie ausschließlich mit Musikern aufnahm, mit denen sie schon seit Jahren auf Tour ist, erhöht die intime Qualität dieses Albums signifikant. “Homefree” stellt zweifelsfrei einen neuen Höhepunkt im Schaffen dieser kreativen Sängerin dar.


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Netrebko Stabat Mater 468er

MADONNA Closer to the Stars