01.12.2011 Culcha Candela neues Album FLÄTRATE
Die Jungs sind hungrig und ihre Fans können ebenfalls nicht genug kriegen! Warum also kostbare Zeit ungenutzt verstreichen lassen, wenn der eigene Kreativitätsmotor läuft und läuft und läuft…? Bereits seit Freitag (25.11.) gibt es das brandneue Album "
FLÄTRATE".
Ein deutschsprachiges Pop-Album, bei dem einem die Spucke wegbleibt.
„Flätrate“ spielt gekonnt und ironisch mit der eigenen Kommerzialität,
oszilliert zwischen gewaltigen Großraum-Dampfhämmern und fein-souligen
Tunes zum Hinhören, ist erwachsen und souverän, hat aber trotzdem den
ungetrübten Fun-Faktor einer gelungenen Party. Voll auf die Zwölf, aber
manchmal eben trotzdem nicht nur die kürzeste Strecke zwischen A und B.
Seit Culcha Candela mit der Single „Hamma!“ im Jahr 2007 der endgültige
Durchbruch gelang, haben sich Culcha Candela dauerhaft in der Top-Etage
der Musikszene niedergelassen – und machen keinerlei
Anstalten, diese in nächster Zeit wieder zu verlassen.
Daneben sind sie vielleicht die
engagiertesten musikalischen Unterstützer von deutschen und globalen
Charity-Projekten, insbesondere für Jugendliche: Aktionen wie Africa
Rise, Action Kidz oder die UN Millenniumkampagne sind nur einige der von
Culcha Candela mit Herzblut geförderten Hilfsprogramme.
Was aber ist das Geheimnis des konstanten Erfolges des Berliner
Sextetts? Wie meistens gibt es hierauf keine einfache und schon gar
keine alleinige Antwort. Sicher war es gut für die Band, erst bei ihrem
dritten Album mit einer massiven, alles verändernden Hitsingle
konfrontiert worden zu sein. Sicher war es auch gut, sich vorher in
verschiedenen Richtungen ausprobiert zu haben, verschiedene Wege und
Irrwege gegangen zu sein, um im Moment des Erfolges nicht den Blick für
das Wesentliche zu verlieren.
Und natürlich sind es die Charaktere innerhalb der Band, die das „System
Culcha Candela“ in zehn Jahren Bandgeschichte zu einer so präzise
operierenden Organisation machen. Sechs Berliner mit unterschiedlichen
kulturellen Wurzeln, die verschiedener kaum sein könnten und von denen
jeder einzelne auf seine Weise völlig unersetzlich für das Funktionieren
der Band ist:
Itchy, Band-Kraftwerk und unablässig vorneweg marschierender
Bannerträger, Larsito, ruhend-lässiger Smooth-Operator und
Hookline-Meister, Mr. Reedoo, nachdenklicher Kopf der Band, Johnny
Strange, liebenswert-chaotischer Soulbrother, Don Cali, Typ zum Pferde
(und mehr?) stehlen, sowie der smarte und charismatische DJ Chino.
Ebenfalls kaum wegzudenken aus dem Culcha-Universum ist auch das
hauptverantwortliche Produzententeam WIR, das beständig für absoluten
cutting-edge-Sound, Druck und Tanzbarkeit sorgt. Auch die Mitarbeit von
Gastproduzenten ist mittlerweile Tradition: Diesmal haben u.a. Martelli,
BeatGees, Paul NZA und Crada ihr Scherflein beigetragen.
Mit ihrer einzigartigen Formation – sechs gleichberechtigte
Sänger/Frontmänner – und ihrer Stilistik haben Culcha Candela eine
völlig neue Schublade aufgemacht, beziehungsweise diese gleich mal
wieder zugemacht, ohne sich hineinzubegeben.
Vielleicht ist es viel einfacher, als man denkt, dem Phänomen Culcha
Candela auf die Spur und ihrem Erfolgsrezept nahe zu kommen: dazu kaufe
man sich ein Ticket zu einem ihrer Konzerte. Hier merkt man sofort, dass
man die Band quasi bei sich zu Hause besucht. Sie sind ein absolutes
Live-Phänomen! Und natürlich: Der Zusammenhang zwischen ihrem seit knapp
einer Dekade konstanten Tourprogramm und ihrer Fähigkeit, dem Publikum
Hit nach Hit um die Ohren zu hauen, ist unübersehbar. Culcha Candela
sind alles andere als ein Pop-Retortenprojekt, sie gleichen in gewisser
Hinsicht alten Rock´n´Roll-Recken, die ihre Studioalben ganz klar mit
dem Ziel produzieren, bei der nächsten Tour/Festivalsaison das richtige
Material zur Verfügung zu haben, um die Bühne abzufackeln.
Das liegt natürlich auch an der seit Jahren immer noch großen
musikalischen Diversität zwischen den Protagonisten und dem inzwischen
bestens eingespielten Entstehungsprozess eines Culcha Albums (bitte
nachschlagen unter: Entscheidungsfindung, basisdemokratische). Und so
stehen treffsichere Top-10-Bretter wie "Hungry Eyes", "Am Start", "Wildes Ding" oder
"Dieses Gefühl" auch einträchtig neben nachdenklichen und gefühlvollen
Songs wie "Morgen Fliegen" und "Big Fat Smile". Funktioniert das? Ja,
das funktioniert. Vielleicht auch deswegen, weil man sich inzwischen
einfach daran gewöhnt hat, dass Culcha Candela es einfach machen. Und
machen dürfen.
Wie jede große Band ist auch diese zu etwas geworden, das man mit nichts
mehr vergleichen kann: ein einmaliges Bandkonzept, ein
unverwechselbarer Sound, vielleicht sogar ein eigenes Genre. Besondere
Kennzeichen: Spaß, Hitsingles und Teamwork. Spätestens mit „Flätrate“
sind Culcha Candela in ihrer eigenen Liga angekommen.